Archiv der Kategorie: Ubuntu

SteamOS – nicht nur für Zocker interessant?

Ich habe die letzte Zeit in meinem Feedreader sehr oft Beiträge zum Thema SteamOS gesehen. Da ich selten am PC spiele, habe ich die Beiträge oft nur überflogen oder gar nicht gelesen, aber irgendwann blieb es nicht aus, sich mal ein wenig einzulesen.

heise berichtet beispielsweise, dass man mit SteamOS die Möglichkeit geboten bekommt, sich quasi seine eigene Konsole bzw. einen Wohnzimmer-Rechner „zusammenzustellen“, der, ähnlich wie aktuelle Konsolen, die Möglichkeit bietet, Multimedia-Inhalte auf dem Fernseher abzuspielen und natürlich aktuelle Spiele zu spielen. Dadurch, dass man bei der Hardware die freie Wahl geboten bekommt und SteamOS auf „jedem“ PC installieren kann, kann man sich auch entsprechend seines Budgets und seinen Anforderungen orientieren. Das kann dann eine interessante Alternative zu einer 400€ oder 500€ teuren Konsole sein – wobei die Zeiten extrem teurer Konsolen ja schon fast wieder vorbei sind (ich erinnere mich an die Anfangspreise der Playstation 3).

Und neben den Vorteilen für den einzelnen (neben angekündigten Features wie das kollektive Spielen im Haushalt und übertragen der Spiele im eigenen Netzwerk) werden dann auch deutlich mehr Spiele für Linux – also SteamOS – herausgegeben. Wer des Englischen mächtig ist, kann eine interessante und begeisterte Zusammenfassung im folgenden Video erhalten:

Why should I care about SteamOS – Nixiepixel

Wenn ich meinen mit einem Raspberry und RaspBMC betriebenen MediaCenter in Sachen Hardware etwas upgrade, wäre SteamOS eine interessante Alternative – vorwiegend als MediaCenter, aber vielleicht lässt sich darauf dann auch etwas in akzeptabler Qualität zum Laufen bringen.

Via GRUB 2 von USB booten

Normalerweise wählt man das Boot-Laufwerk über das BIOS aus, also ob anstelle von der Festplatte vom USB-Stick oder von DVD gebootet werden soll. Leider ist bei meinem Netbook die Fn-Taste kaputt gegangen, sodass ich die zum Aufruf des Bootmenüs benötigte Tastenkombination nicht mehr drücken konnte und somit immer von der Festplatte gebootet wurde.

Das funktionierte zwar, war aber ungünstig, da ich die durch diverse Tests beschädigte Lubuntu-Installation durch elementary OS, ebenfalls zum Testen, ersetzen wollte. Die ersten Google-Suchen führten zu Forenposts, in denen zwar genau das Problem erfragt wurde (wie boote ich via GRUB von USB / CD), die Antwort lautete aber ausschließlich „mach es nicht umständlich, wähle das Laufwerk im BIOS aus“ – das brachte mich also nicht weiter.
Ich war mir ziemlich sicher, dass es via GRUB gehen müsste, hatte aber bisher in der Richtung keine Erfahrung und recherchierte weiter, ob ich im laufenden System die GRUB-Konfiguration durch ein eigenes Skript ergänzen müsse, aber es stellte sich heraus, dass es direkt über die GRUB-Shell geht.

Booten via GRUB-Shell

Es geht sehr einfach – wenn man weiß, wie es geht – von der GRUB-Shell aus. Diese erreicht man, wenn man im GRUB-Menü die Taste c drückt. Wenn man auch normalerweise das GRUB-Menü nicht sieht, muss man nach dem BIOS-Logo, bevor der eigentliche Bootvorgang losgeht, die Umschalt-Taste gedrückt halten.
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K3b brennt keine Audio-CDs

Obwohl ich nicht KDE als Desktopumgebung nutze, nutze ich K3b als Brennprogramm, da mir Brasero etwas zu einfach gehalten ist bzw mir ein paar Mal seltsame Fehler anzeigte oder sich gar nicht erst öffnete.

Als ich jetzt aber eine normale Audio-CD brennen wollte, erhielt ich einen Fehler:

Unable to handle the following files due to an unsupported format:
You may manually convert these audio files to wave using another application supporting the audio format and then add the wave files to the K3b project.

Die Ursache liegt am Fehlen des Packets libk3b6-extracodecs, welches die entsprechenden Codecs enthält.

Nachinstallieren kann man dieses Paket mit:

sudo apt-get install libk3b6-extracodecs

Und dann klappte bei mir auch das Brennen von Audio-CDs.

Ubuntu Edge – Ubuntu-Phone via Crowdfunding

Nachdem im Januar Ubuntu Phone angekündigt wurde, wurde Canonical nach den letzten paar Tagen mit großem Brimborium konkret:


Das Ubuntu Edge soll via Crowdfunding finanziert werden, bietet einen Dualboot für Ubuntu und Android, lässt sich via Dock als vollwertigen Ubuntu-PC benutzen und bietet dafür genügend Leistungsreserven.
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Fehlerberichte via Apport deaktivieren

Eigentlich eine gute Idee, die aber schon aus Windows-Zeiten in Verruf geraten ist: die Fehlerberichterstattung

Seit ein paar Versionen gibt es nun auch unter Ubuntu dieses Feature namens Apport, das zwar meiner Meinung nach eine gute Idee zur Verbesserung von Ubuntu war, mich aber viel zu oft nevt. Anscheinend habe ich mit meiner Hardware „ständig“ irgendwelche Fehler, die mir aber sonst nicht angezeigt werden und von denen ich auch sonst nichts merke, aber ich bekam eine Zeit lang nahezu nach jedem Start die Nachfrage, ob ich denn einen Fehlerbericht senden möchte.

Deaktivieren von Apport

Glücklicherweise kann man Apport bzw die Fehlerberichtersttung einfach abschalten, indem man in der Datei /etc/default/apport die Option enabled=1 auf enabled=0 und in der Datei /etc/default/whoopsie den Parameter report_crashes=true auf false setzt.

Ein einfaches deinstallieren via

sudo apt-get purge apport

würde ich nicht mehr empfehlen, da Apport vom Metapaket ubuntu-desktop gefordert wird und so einerseits unbeabsichtigt andere Pakete als nicht mehr benötigt eingestuft werden können und bei einem Upgrade auf eine neue Ubuntu-Version Apport einfach wieder installiert würde.

Ubuntu 13.04 Raring Ringtail veröffentlicht

Über die neue Ubuntu-Version wurde im Vorfeld schon einiges berichtet und die wesentlichen Neuigkeiten sind:

  • performantere Unity-Version
  • Kernel-Version 3.8.x
  • verkürzter Unterstützungszeitraum von 9 Monaten

Verkürzter Unterstützungszeitraum

Ab Ubuntu 13.04. werden die STS-Versionen nur noch 9 Monate mit Updates versorgt. Das ist insofern konsequenter, als dass man ja eh alle 6 Monate auf eine neue Ubuntu-Version upgraden „muss“, da man einzelne Versionen nicht überspringen kann und so die 18 Monate bisheriger Support etwas hoch gegriffen war.

Andererseits führt das zu der komischen Situation, dass Ubuntu 12.10 länger mit Updates unterstützt wird als Ubuntu 13.04. Für jemanden, der auf jede neue Ubuntu-Version aktualisiert, gibt es also keine Änderungen oder Umstände und für jemanden, der bisher auf die LTS-Versionen gesetzt hat, auch nicht.
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Alte Kernel-Versionen unter Ubuntu mit einem Befehl entfernen (Skript)

Etwas, was mir bei der Verwendung von Ubuntu aufgefallen ist, besonders bei der Verwendung einer separaten, relativ kleinen Boot-Partition, ist die Tatsache, dass unter Ubuntu alle alten Kernel-Versionen installiert bleiben.

Das kann nach einer gewissen Zeit ein ordentlicher Haufen Festplattenspeicher geworden sein und natürlich kann man jeden Kernel einzeln von Hand deinstallieren, oder man betreibt etwas Konsolen-Akrobatik und gibt diesen effektiven Befehl ein:

dpkg -l linux-* | awk ‚/^ii/{ print $2}‘ | grep -v -e `uname -r | cut -f1,2 -d“-„` | grep -e [0-9] | xargs sudo apt-get autoremove –purge -y

Natürlich kann man auch einfach manuell alle installierten Kernel-Versionen (bis auf die aktuelle bzw die aktuellsten 2) deinstallieren, um so Speicherplatz freizugeben. Ich denke mal, dass es ausreicht, wenn man neben der aktuellen Kernelversion nur noch eine ältere Version installiert hat, um bei möglichen Komplikationen noch starten zu können.

LTS Enablement Stacks

Für meinen Arbeits-Laptop nehme ich die aktuelle Ubuntu 12.04 Long Term Support (LTS) Version, da ich nicht jedes halbe Jahr upgraden möchte.

Download Ubuntu 12.04

Leider muss man dabei auf die aktuellste Software verzichten, aber eine interessante Möglichkeit, trotzdem einen aktuellen Kernel zu benutzen ist auf der Wiki-Seite LTS Enablement Stacks beschrieben.

Grundsätzlich installiert man einfach mit folgendem Befehl die entsprechenden Metapakete, die den jeweils aktuellen Kernel als Abhängigkeit beinhalten:

sudo apt-get install linux-generic-lts-quantal xserver-xorg-lts-quantal

In diesem Fall wird der Kernel von Ubuntu 12.10 Quantal installiert. Ansonsten habe ich noch ein PPA für GIMP (Einfenstermodus!) und die aktuelle LibreOffice-Version hinzugefügt und das sollte reichen als Kompromiss zwischen Stabilität und Aktualität.

Downgrade nach Verwendung der proposed-Quellen

Letztens hatte ich aus Unachtsamkeit ein Upgrade mit aktivierten proposed-Quellen durchgeführt, was sich jetzt bei der Installation von Teamviewer mit einem Haufen fehlerhafter Paketabhängigkeiten rächte:

dpkg: Abhängigkeitsprobleme verhindern Konfiguration von teamviewer:
teamviewer hängt ab von libc6-i386 (>= 2.4); aber:
Paket libc6-i386 ist nicht installiert.
teamviewer hängt ab von lib32asound2; aber:
Paket lib32asound2 ist nicht installiert.
teamviewer hängt ab von lib32z1; aber:
Paket lib32z1 ist nicht installiert.
teamviewer hängt ab von ia32-libs; aber:
Paket ia32-libs ist nicht installiert.
dpkg: Fehler beim Bearbeiten von teamviewer (–install):
Abhängigkeitsprobleme – verbleibt unkonfiguriert
Fehler traten auf beim Bearbeiten von:
teamviewer

Und das ging so weiter, egal welches Paket ich versuchte zu installieren, es gab etliche Probleme mit Versionsnummer.

Downgrade via Apt-Pinning

Zum Glück gibt es eine relativ simple und effektive Lösung für das Problem: Apt-Pinning

Nach dem Einfügen der folgenden Zeilen in die /etc/apt/apt.conf kann man in der Konsole ein sudo apt-get dist-upgrade ausführen. precise muss natürlich gegebenenfalls durch den Codenamen wie quantal oder raring ersetzen.

Package: *
Pin: release a=precise*
Pin-Priority: 1001

Nun wurden mir einige Pakete zum Downgrade angeboten und es scheint wieder alles zu funktionieren.

Weitere Infos unter: Apt-Pinning – ubuntuusers.de